In 8 Tagen um die Welt - wir haben's geschafft!

Die Teilnehmer am Sommerlager vor der Bilsteinhöhle

Am Mittwoch, 25.08.2010, kehrten wir von unserer Weltreise zurück – mit gewonnener Wette und vielen neuen und spannenden Erlebnissen im Gepäck.

 

Acht Tage zuvor hatten wir, 16 Kinder und Jugendliche und sechs Leiter und Leiterinnen, uns auf den Weg zum Zeltplatz „Eulenspiegel“ im DPSG-Diözesanzentrum Rüthen (Erzbistum Paderborn) gemacht, um dort für eine gute Woche gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen und die Welt zu erkunden. Zehn Wölflinge, eine Jungpfadfinderin und zwei Leiterinnen und zwei Leiter traten den Weg von Münster aus mit Zug und Bus an und trafen sich vor Ort mit den fünf Pfadis, die schon zwei Tage früher mit ihrem Leitungsteam für eine truppinterne Hajk in den Arnsberger Wald aufgebrochen waren.

 

Gemeinsam wurden zunächst die Zelte aufgestellt und der Wald und die weitere Umgebung erkundet.

Abends am Lagerfeuer

 

Abends lernten wir den englischen Gentleman Phileas Fogg kennen, der uns von seiner erfolgreichen Wette im Jahre 1872, in 80 Tagen um die Welt zu reisen, erzählte und uns tollkühn zu der Wette herausforderte, dass wir es dieses Mal zusammen in nur acht Tagen schaffen könnten. Als neugierige Pfadfinder-Gruppe nahmen wir die Herausforderung an und gemeinsam einigten wir uns darauf, dass die Reise so zu organisieren sei, dass noch genug Zeit bliebe, um unterwegs noch ein wenig von Land und Leuten kennenzulernen. Um dieses Vorhaben zu schaffen, war es gut, dass wir viele kreative Erfinder und Erfinderinnen mit dabei hatten: denn hätten wir nicht zwischendurch mit Propeller-T-Shirts, einer Wippen-Rakete oder einem fliegenden Sofa reisen können, hätte die reine Fahrt zu viel Zeit in Anspruch genommen. So blieb uns genug Zeit, so dass wir uns in den Warsteiner Tropfsteinhöhlen wie Forscher in indischen Höhlen und im Rüthener Freibad wie an der philippinischen Küste fühlen konnten. Auf dem Weg um die Erde kamen wir auch in Kontakt mit den unterschiedlichsten kulinarischen Genüssen: So konnten wir hungrigen Weltreisenden uns nicht nur an selbst gekochtem indischen Gemüse-Curry, kolumbianischem Sancocho (Hühnersuppe) und nigerianischer Erdnuss-Suppe mit Bananenpfannkuchen erfreuen, sondern wir ließen uns in den USA schon zum Frühstück typische Pancakes schmecken und richteten abends ein großes Barbecue aus.

 

Highlights der Woche waren daneben die Geländespiele in den chinesischen Wäldern, das große Gelände- und Rollenspiel in Kolumbien, bei dem die Kinder und Jugendlichen die entführte Seniorita Auda brefreien mussten und die Ranger-Führung im Naturpark. Am letzten Tag, nachdem ein Zauberer uns mit einem Zauberspruch von Nigeria wieder in unseren Start- und Zielort London befördert hatte, musste wir noch unsere Wettgegner, kartenspielende Reformclubmitglieder und Freunde von Phileas Fogg, davon überzeugen, dass wir die Weltreise wirklich erfolgreich absolviert haben. Nachdem wir viele Fragen über die Reise und über die einzelnen Länder beantwortet hatten, konnte wir bei typisch-englischem Frühstück mit scrumbled eggs, sausages, baked beans und tea unsere gewonnene Wette feiern. Das war ein gelungener Abschluss einer schönen und erlebnisreichen Fahrt!

Wer sich für die Weltreisen des Phileas Fogg interessiert, könnte einen Blick in den Klassiker „In 80 Tagen um die Welt“ von Jules Verne werfen oder sich auf unserer Homepage bald auch das Tagebuch zu dieser Reise anschauen!